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Dänische Altmeister für Maxi-Solarthermie
Arcon gehört jetzt zur VKR-Gruppe

Nicht aus dem sonnendurchfluteten Spanien oder Italien kommt der Marktführer für solarthermische Großanlagen. Die Arcon Solvarme aus dem dänischen Skørping baut schon seit mehr als 20 Jahren Kollektorfelder in der Megawattklasse. Rekordverdächtig sind die rund 18.300 Quadratmeter im dänischen Marstal, die es auf 12,8 Megawatt Nennleistung bringen.



   
TEXT-DOWNLOAD 4318 - Vorstellung Arcon (55,9 kB)


 
ARCON IN BRAEDSTRUP (2033,1 kB)
Bild: ARCON/BfC


 
ARCON IN ULSTED (2006,3 kB)
Bild: ARCON/BfC


Die Firmengeschichte reicht zurück bis in das Jahr 1974. Die erste Ölkrise hatte gerade Wellen geschlagen, als Svend und Kirsten Andersen ihr kleines Unternehmen gründeten – in der eigenen Garage zu Hause. Sie entwickelten und stellten eine breite Palette von Flachkollektoren her. Die fundierten Kenntnisse und Erfahrungen führten zu einer zweiten Säule des Geschäfts, die Gründer entwickelten ihren Betrieb zu einem Spezialisten für große Solaranlagen, die inzwischen fast überall auf der Welt zu finden sind. Schon 1988 entstand die erste Anlage mit den Folienkollektoren, sie funktioniert noch heute einwandfrei.

Zu den Vorzeigeprojekten aber gehört die Anlage der Megawattklasse im dänischen Marstal. 1996 und 2002 installierte Arcon insgesamt 18.300 Quadratmeter Kollektorfläche, die es zusammen auf 12,8 Megawatt Nennleistung bringen. Die gewonnene Sonnenenergie wird in das Nahwärmenetz der Stadt eingespeist. Bis dahin zeichnete das Unternehmen schon für eine ganze Reihe anderer solarer Nahwärmeprojekte in Dänemark und Schweden verantwortlich.

Doch 2002 war zunächst einmal Schluss mit der rasanten Entwicklung, der dänische Staat hatte die Förderung eingestellt. Mit den explodierenden Öl- und Gaspreisen aber wird die Sonnenenergie zunehmend auch frei finanziert zu einer echten Alternative zu den fossilen Brennstoffen. In Ulsted/Norddänemark wuchs ein 5.000 Quadratmeter großes Kollektorfeld mit 3,5 Megawatt Nennleistung, das die Grundlast im Sommer abdeckt. Reicht es einmal nicht, können zunächst ein Pelletskessel, später zwei Ölkessel dazu geschaltet werden. Der zweite ist nur für die Spitzenlast bei extremer Kälte vorgesehen. Ein 1000-Kubikmeter-Speicher puffert überschüssige Wärme.

Planung, Entwicklung und Konstruktion kommen aus einer Hand. Die Installation wird mit Fachkräften vor Ort geplant. Die Spezialanfertigungen aus Skørping sind nahezu wartungsfrei. Aufbau, Rohrverlegungen, Verbindungen – der Aufwand ist auf ein Minimum re-duziert. Die Kollektoren werden in selbstsichernde Stützen gehoben und dann in ihre endgültige Lage gebracht. Dadurch fallen zusätzliche Rahmen weg. Die Bodenmontage ist die kostengünstigste Variante. Zwei Betonsockel reichen aus für jeden Kollektor, der per Kran senkrecht in die Spezialhalterung eingesetzt wird. Anschließend wird er nach hinten in seine endgültige Position gekippt und mit einer Strebe fixiert. Weitere Sicherungen sind nicht notwendig.

Der stabile Rahmen ist selbsttragend. Nur bei extremen Windbelastungen sind weitere Sockel vorgesehen, etwa in Grönland, wo Stürme Geschwindigkeiten von mehr als 250 Stundenkilometern erreichen. Das zeigt aber auch, dass sich Großanlagen selbst im äußersten bewohnten Norden rechnen.

Besonders an Arcon-Kollektoren ist die FEP-Folie, die zwischen Absorber und Anti-Reflex-Glas eingesetzt wird. Sie minimiert die Wärmeverluste an der Vorderseite.
Zusammen mit dem Antireflexglas und der 75 mm Rückwandisolierung macht es den den Kollektor HT-SA zum leistungsfähigsten Kollektor Europas. Bei Hochtemperaturen ist die Leistung 20 bis 30 Prozent höher als bei Standardkollektoren.

Seit mehr als 20 Jahren arbeitet das Unternehmen mit diesem Verfahren – überaus erfolgreich. Der Absorber des aktuellen HT-SA-NIOX-Modells ist mit einem Nickeloxid-Film beschichtet. Das Spezialglas mit dem Anti-Reflex-Effekt konzentriert die eindringenden Sonnenstrahlen und steigert die Leistung – unabhängige Forschungsinstitute haben ein Plus von bis zu zwölf Prozent ausge-rechnet.

2007 haben die beiden Gründer ihre Firma an die dänische VKR-Gruppe verkauft. Unter dem neuen Dach gehört Arcon zur Solarcap, dem Solarthermiezweig der Gruppe, zu der unter anderem auch Greenonetec, Pro Solar und SONNENKRAFT gehören.

Neue Zeiten brechen damit in der Produktion an. Bislang wurde in dem 4.000 Quadratmeter großen Betriebsgelände noch weitgehend per Hand gearbeitet, etwa beim Verlöten des Absorbers mit dem Sammler. Die erste Schweißmaschine für die Rahmenproduktion ist aber inzwischen angeschafft. Die Automatisierung wird konsequent ausgebaut um Produktivität und Kapazität den Bedürfnissen des Marktes anzupassen.

Das Unternehmen wird sich komplett auf Großflächenanlagen umstellen, kleine Kollektoren werden bei diesem Plan nicht mehr in der 4.000 Quadratmeter großen Produktionsstätte hergestellt.

Arcon Solvarme hat auch schon in Deutschland eine Reihe von Projekten realisiert. In Friedrichshafen und Neckarsulm entstanden Großanlagen der Megawattklasse mit jeweils rund 2.000 m² Kollek-torfläche.
Durch den Einstieg in die VKR-Gruppe tun sich neue Ver-triebsmöglichkeiten auf. SONNENKRAFT ist der erfahrene und kompetente Partner für Deutschland.

Während rund 60 Prozent aller Dänen bereits an Nah- oder Fernwärmenetze angeschlossen sind, liegt die Quote in Deutschland bei nur 14 Prozent. Ein großer Markt und unzählige Projektmöglichkeiten erschließen sich da für den Marktführer, der sieben der zehn größten Anlagen selbst errichtet hat, bei zwei weiteren beteiligt war. Angesichts der Preisexplosionen bei Öl und Gas ein lohnendes Geschäft also.

Weitere Informationen zum Thema gibt es bei ARCON in 93049 Regensburg. =ARCON/BfC=



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