Der Grüne Daumen: Tipps zu Blumenzwiebeln

Die Schachbrettblume macht ihrem Namen alle Ehre: Ihre purpurfarbenen, manchmal auch weißen Glockenblüten weisen ein außergewöhnliches Muster auf, das an die Felder eines Schachbrettes erinnert. Diese anmutigen Zwiebelblumen blühen im April und Mai und eignen sich gut für feuchte, sonnige bis halbschattige Gartenbereiche. Foto: IZB
Problemfall feuchter Standort
Die meisten im Frühling blühenden Zwiebelblumen brauchen einen gut wasserdurchlässigen Standort, denn bei zuviel Nässe faulen die Zwiebeln. Ideal sind deshalb leichte Gartenböden mit hohem Sandanteil. Ist der Boden zu schwer, kann er durch Zugabe von Sand oder Kies durchlässiger gemacht werden. Einige Zwiebelarten vertragen aber auch feuchte Böden: Die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) und der Märzenbecher (Leucojum vernum) gedeihen z.B. auch an Teichrändern oder auf feuchten Wiesen.
Starthilfe geben
Die meisten Zwiebeln und Knollen sind ganz leicht zu pflanzen und entwickeln sich am richtigen Standort problemlos. Der Winterling (Eranthis) und die Vorfrühlingsanemonen (Anemone blanda) haben einen besseren Start, wenn man die Knollen vor dem Pflanzen über Nacht für etwa 12 Stunden zum Vorquellen in lauwarmes Wasser legt. Das erleichtert die Wurzelbildung und das Anwachsen.

Farbenfrohes Potpourri: Zierliche Anemonen verzaubern mit ihrem natürlichen Charme und bringen den Frühling auch auf Balkon und Terrasse. Wichtig: Die Gefäße sollten Löcher im Boden haben, damit überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Foto: IZB
Clever kombinieren
Mit etwas Planung lässt sich der Frühling besonders lange genießen. Manche Zwiebeln und Knollen wie Krokusse, Porzellanblümchen (Puschkinia) und Schneestolz (Chionodoxa) blühen schon im März, Hyazinthen, Muscari und Kaiserkronen etwas später im April und z.B. einige Tulpen und Zierlaucharten erst im Mai. Wer beim Kauf auf die unterschiedlichen Blütezeiten achtet und entsprechende Sorten kombiniert, kann sich über mehr als 100 Tage Frühling freuen.
Neues entdecken
Das große Blumenzwiebelsortiment bietet viel Raum für Entdeckungen. Für kleine Gärten und Pflanzgefäße eignet sich z.B. die noch wenig bekannte Glockenlilie (Fritillaria michailovskyi) mit dunkelvioletten, gelb gerandeten Blüten. Auch noch recht selten in Gärten zu finden: die Hundslilie (Erythronium) mit eleganten Blüten und oft auffallend gefärbten Blättern. Diese interessanten Zwiebelblumen werden je nach Art zwischen 15 und 40 cm hoch. Die Persische Glockenlilie (Fritillaria persica) ist eine mystisch anmutende, 60 bis 90 cm hohe Schönheit. Sie fasziniert mit violett-braunen, wachsartig glänzenden Blüten. Ebenfalls imposant sind die über einen Meter hohen Steppenkerzen mit langen Blütenständen in leuchtenden Farben.

Lassen Sie sich überraschen: Viele Zwiebelblumen verblüffen mit ihren außergewöhnlichen Farben und interessanten Formen.
Auf kleinem Fuß
Viele Blumenzwiebeln sind ideal für Töpfe und Kästen. Wichtig ist, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Deshalb sollten unbedingt einige Löcher im Boden sein. Falls sich das Wasser unter dem Gefäß staut, sorgen z.B. kleine Tonfüße für Abhilfe.
Abstand halten
Blumenzwiebeln und Knollen dürfen in Töpfen ruhig etwas dichter nebeneinander stehen als im Garten, sie sollten sich aber nicht berühren. Wichtig ist auch, dass sie mit etwas Abstand zum Topfrand gepflanzt werden, damit sie nicht durch Frost geschädigt werden, der von den Seiten eindringt. Sie brauchen nicht so tief wie im Garten gepflanzt zu werden, denn sie müssen auf jeden Fall noch etwas Platz zur Wurzelentwicklung haben.

Die Schachbrettblume macht ihrem Namen alle Ehre: Ihre purpurfarbenen, manchmal auch weißen Glockenblüten weisen ein außergewöhnliches Muster auf, das an die Felder eines Schachbrettes erinnert. Diese anmutigen Zwiebelblumen blühen im April und Mai und eignen sich gut für feuchte, sonnige bis halbschattige Gartenbereiche. Foto: IZB
Tulpenvielfalt
Tulpen lassen keine Wünsche offen und wecken die Entdeckerfreude. Das Sortiment umfasst z.B. Sorten mit gefüllten Blüten wie z.B. die rosafarbene Angélique, andere haben Blüten in zarten Pastelltönen mit grünen Streifen wie Artist und Groenland. Wieder andere sind klein und zierlich. Die Zwergsterntulpe (Tulipa tarda) mit weiß-gelben Blütensternen sieht gar nicht wie eine typische Tulpe aus. Sie gehört zur Gruppe der Botanischen Tulpen Tulpen mit ursprünglichem Charme, die aber aus Gärtnereien stammen und sich unter anderem gut zur Verwilderung im Garten eignen.
Chaostheorie mit System
Vor allem kleinere Zwiebelblumen kommen am besten in Gruppen zur Geltung. Besonders natürlich wirken Zwiebelblumen, wenn sie nicht mit regelmäßigem Abstand gepflanzt wurden. Am besten nimmt man deshalb einfach eine Hand voll Blumenzwiebeln, schlägt locker mit der andern Hand darunter und pflanzt die Zwiebeln dort, wo sie auf den Boden fallen. (Quelle: IZB)
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